Interview mit Timo Kastening

Wie viele von euch sicherlich wissen, sind wir die Partnerschule der Handballmannschaft „Die Recken“. Wir hatten erstmals das Vergnügen, bei zwei Pressekonferenzen und einem Spiel gegen den Aufsteiger TVB 1898 Stuttgart dabei zu sein. Außerdem durften wir den jüngsten Spieler der Mannschaft, Timo Kastening, für euch interviewen.

Alle Antworten entsprechen zu 100% dem, was er uns auch gesagt hat. Viel Spaß beim Lesen!

1. „Wie lange spielst du schon Handball?“

„Ich meine, ich hab angefangen, als ich fünf war. Mein Vater hat damals auch Handball gespielt und der hat mich immer schon mit in die Halle genommen und dann hab ich damit halt auch angefangen.“

2. „Also liegt das quasi in der Familie?“

„Ja, auf jeden Fall.“

3. „Wie bist du damals zu den Recken gekommen?“

„Mh, also mein Bruder ist damals nach Burgdorf gewechselt und da hab ich noch in meinem Heimatverein in Schaumburg gespielt und da unere Saison damals schon vorbei war, hat mein Bruder gesagt: „Komm einfach mal mit zum Training‘‘ und dann bin ich halt mitgegangen zum Training und dann hat der Trainer gesagt ich kann gleich da bleiben. Dann war ich halt zu Hause und hab überlegt, ob ich das will und das wollte ich und so bin ich halt bei Burgdorf gelandet.“

4. „Macht dir dein Job immer Spaß oder bereust du es manchmal, damit angefangen zu haben?“

„Ehm, also ich glaub, das war immer das, was ich wollte; mit dem Handball Geld zu verdienen und das zum Beruf zu machen. Ehm, ich glaub jeder Handballer, der sich über seinen Job beschwert, ja weiß ich auch nicht, ich glaub, wir haben ´nen super Job, es gibt deutlich unangenehmere Jobs, die, ja, viel mehr gefordert werden. Natürlich ist es mental nicht ganz ohne und sportlich verausgabt man sich, aber ich bin rundum glücklich damit.“

5. „Was passiert eigentlich, wenn du die gewünschten Leistungen nicht erbringst?“

„Ja, dann sitzt man meistens auf der Bank (lacht). Eh, das möchte ich natürlich nicht! Natürlich hat man auch mal schlechte Spiele, ich glaub, das kann jeder machen. Was man sich dann nicht vorwerfen lassen darf ,ist, dass man keine 100% gegeben hat. Ich glaub, wenn man 100% gegeben hat und ein schlechtes Spiel hatte, wird einem das eher verziehen, als wenn man sich dann zurückzieht.“

6. „Ist der Trainer eigentlich streng?“

(lacht) „Kommt immer drauf an, wie er drauf ist. (lacht) Ja, gibt mal Tage, wo er strenger ist, mal ein bisschen lockerer, wenn wir gewonnen haben, wenn wir verloren haben. Ehm, er kann sehr streng sein, er kann aber auch sehr locker sein. Also ich glaub, da findet er so eine gute Mischung, finde ich.“

7. „Wie läuft dein Alltag so ab?“

„Ehm, ja, also meistens steh ich so gegen kurz vor neun auf, dann frühstücke ich. Dann fahr ich um halb zehn in die Halle, um zehn Uhr ist Training. Danach mach ich mir was zu Mittagessen, dann geh ich vielleicht mal mit meinem WG-Mitbewohner einen Kaffee trinken. Dann ist um 16 Uhr wieder Training, meistens davor noch Video und danach fahr ich wieder in die Wohnung oder besuche meine Eltern oder fahr zu meiner Freundin. Ganz viel machen tut man dann doch nicht, obwohl man denkt, dass man realtiv viel Zeit hat.“

8. „Wie sehen deine Zukunftspläne aus?“

„Eh ja, erstmal so lange wie es geht Handball spielen und dann, ich hab meine Ausbildung zum Bankkaufmann abgeschlossen, möchte vielleicht im nächsten Jahr ein duales Studium anfangen oder ein Fernstudium und irgendwas mit Wirtschaftsrecht oder Ähnlichem machen, aber ja, da habe ich mir noch nicht ganz so viele Gedanken drum gemacht. Wichtig war es mir, die Ausbildung abgeschlossen zu haben, um etwas in der Tasche zu haben und der Rest wird ich dann zeigen.“

9. „Gibt es bestimmte Vorgaben, an die du dich halten musst, was zum Beispiel betimmte Sportarten oder deine Ernährung angeht?“

„Ja, ich glaub mit dem Essen ist das immer so eine Sache. Es gibt viele Spieler, die sehr darauf achten. Ich glaube, Ernährung ist ein sehr wichtiger Punkt. Ehm, es muss jeder selbst einschätzen können. An einem freien Tag esse ich auch gerne mal ´ne Pizza oder irgendwas anderes. Es muss sich für mich nicht immer so die Waage halten und man darf es halt auch nicht übertreiben.“

10. „Was ist mit Sportarten? Zum Beispiel Ski fahren“

„Es gibt Spieler, denen ist Ski fahren beispielsweise verboten oder irgendwelche anderen Sportarten. Das hab ich zum Glück nicht (lacht). Meistens fahr ich auch über Silvester Ski, mh, es kommt immer auf den Spieler an, also ich kenne Spieler, die dürfen das nicht.“

11. „Was hältst du eigentlich von deinen Fans?“

„Also was ich erstmal sehr positiv finde ist jetzt zum Beispiel wieder, dass wir am Sonntag gegen einen Aufsteiger spielen und es sind 3000 Karten verkauft worden, ehm das zeigt eigentlich, das sie sehr hinter uns stehen und uns jedes Spiel nach vorne peitschen und gerade auch in den Auswärtsspielen ist das immer mehr geworden, dass jetzt auch mehr Fans mitkommen. Das macht mir persönlich dann immer
richtig Spaß dann zu spielen.“

12. „Und die letzte Frage: Gibt es eigentlich auch Angebote von anderen Vereinen?“

„Ehm, ja, Angebote oder Anfragen gibt es natürlich mal. Ich denke, dass ist auch normal, wenn man mal ´ne gute Zeit hat in der man gut spielt, dann gibt es eine Anfrage mehr und wenn man schlecht spielt eine Anfrage weniger, aber ehm ja.“

Wir bedanken uns für das Interview und wünschen der Mannschaft noch viel Glück!

(Ksenia Koch, Lennard Foremny)

No Comments

Leave a Comment

Please be polite. We appreciate that.
Your email address will not be published and required fields are marked



*